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Aktuelle Empfehlungen zum Schutz vor Borreliose und FSME

Zeckenbiss: Borreliose und FSME können die Folge sein
Borreliose ist eine durch Zecken und Läuse übertragene Erkrankung, Erreger sind Bakterien aus der Gruppe der Borrelien. Nicht jeder Zeckenstich führt zu einer Borreliose. Die Zahl der an Borreliose Erkrankten wird in Deutschland auf ca. 6.000 geschätzt. In vielen Fällen verläuft die Erkrankung unbemerkt, sie wird oft erst nach Jahren diagnostiziert. Borreliose ist weitaus verbreiteter als die FSME, die sogenannte (Fühsommer-Meningoenzephalitis). Die aktuellen Risikogebiete für die Verbreitung und Infektionsgefahr könen Sie auf folgender Internetseit erfahren:

http://www.zecken.de/gefahr-durch-zecken/verbreitung-der-fsme/

FSME (Frühsommer-Meningoenzephalitis) wird durch einen Virus ausgelöst. Das Risiko durch einen Zeckenstich mit FSME infiziert zu werden, ist regional unterschiedlich hoch. In Deutschland gelten Bayern und Baden-Württemberg als Hochrisikogebiete. Österreich gilt allgemein als Risikogebiet der FSME. Lediglich Teile Mittel- und West-Österreichs gelten als Gebiete mit niedrigem Risiko.

Zeckenalarm – so beugen Sie richtig vor
Schutz bei der Frühsommer-Meningitis (FSME) bietet Ihnen eine vorsorgliche Impfung. Sie wird allen Erwachsenen und Kindern (ab sechs Jahren) empfohlen, die in den Risikogebieten wohnen oder sich dort zeitweise (Urlaub) aufhalten. Nach der Grundimpfung Intervallimpfung) ist in der Regel nach zehn Jahren eine Auffrischung nötig. Informieren Sie sich bei Ihrem Arzt, ob eine Impfung für Sie sinnvoll ist.

Gegen Borreliose können Sie nur mit gewissenhafter Vorsorge das Risiko für eine Erkrankung reduzieren. Es existiert keine Schutzimpfung.

Symptome der Borreliose
Hinweise für eine Borreliose-Infektion können eine kreisrunde Rötung im Bereich der Einstichstelle sein. Allgemeine Symptome der Borreliose sind Fieber, Muskel- und Gelenkschmerzen, Abgeschlagenheit. Bei Verdacht sind Laboruntersuchungen beim Hausarzt notwendig.

Borreliose-Behandlung
Bestätigt sich die Diagnose, so verordnet der Hausarzt zur Borreliose-Behandlung Antibiotika (Doxycyclin). Bestehen die Symptome jedoch über die Therapie hinaus fort (dauerhafte Beschwerden wie Müdigkeit, Abgeschlagenheit, Gelenkschmerzen), können orthomolekulare Substanzen die Therapie ergänzen.

Mögliche Ursachen einer Chronischen Borreliose
Als Ursache einer chronischen Borreliose werden ein geschwächtes Immunsystem und eine Störung des Säure-Basen-Haushaltes vermutet. Die chronische Entzündung löst die dauer-haften Beschwerden aus. Daher ist eine begleitende Therapie, welche das Immunsystem aufbaut, das Säure-Basen-Gleichgewicht wieder herstellt und antientzündlich wirkt, zu empfehlen.

7 Tipps für optimalen Zeckenschutz:

  • Vermeiden Sie den Aufenthalt in hohem Gras oder Unterholz.
  • Tragen Sie Oberteile mit langen Ärmeln und lange Hosen.
  • Ziehen Sie die Socken über die Hosenbeine – denn Zecken sitzen hauptsächlich im Unterholz und an Gräsern.
  • Helle Kleidung ist günstiger als dunkle. Die dunklen Zecken kann man gut darauf erkennen und noch vor einem Stich entfernen.
  • Verwenden Sie insektenabweisende Mittel. Diese helfen zumindest eine Weile. Aber auch sie stellen keinesfalls einen sicheren Schutz vor Zecken dar.
  • Nachdem Sie sich in der Natur aufgehalten haben, den ganzen Körper nach Zecken abchecken.
  • Zecken bevorzugen dünne und warme Hautstellen. Deshalb sollten Sie an Armen, Kniekehlen, Hals und Kopf sowie im Schritt gründlich nach Zecken suchen.

Zecken entfernen – aber richtig
Falsch und gefährlich: Die Zecke entfernen zu wollen, indem sie in einer Richtung wie eine Schraube herausgedreht wird ist Unsinn, da die Beißwerkzeuge gerade angeordnet sind und durch Drehung eher Widerstand erzeugen. Ebenfalls Finger weg von Klebstoff, Öl oder Nagellack. Davon stirbt die Zecke zwar, kann aber im Todeskampf noch jede Menge Krankheitserreger abgeben, die dann zu den FSME und Borreliose führen können.

Richtig: Zum Entfernen einer Zecke sollten Sie eine feine Pinzette zur Hilfe nehmen. Greifen Sie die Zecke direkt an der Hautoberfläche, also an ihrem Kopf und ziehen Sie sie vorsichtig und ohne drehen heraus. Sollten Sie keine Pinzette zur Hand haben oder sich nicht sicher sein, sollten Sie einen Arzt aufsuchen.

Irrtümer über Zecken

Verbreitete Volksmeinung: Richtig ist:
Zecken fallen von Bäumen Zecken klettern nicht höher als einen Meter, üblicher Aufenthaltsort ist die Bodenvegetation wie hohe Gräser.
Weniger Zecken nach hartem/schneereichem Winter Es gibt keine Hinweise, dass harte Winter in die Population eingreifen.
Zecken lösen einzig die Frühsommer-Meningoenzephalitis (kurz FSME) aus Es ist der einzige Krankheitserreger, der in Mitteleuropa durch Zecken übertragen wird. ABER außerdem übertragen Zecken Bakterien/Erreger der Borreliose, einer Infektionserkrankung.
Je schneller die Zecke entfernt wird, des geringer sind gesundheitliche Folgen FSME-Viren befinden sich in den Speicheldrüsen. Deshalb besteht direkt mit dem ersten Stich, sobald das „Blutsaugen“ beginnt, Erkrankungsgefahr. ABER die Bakterien/Erreger für Borreliose werden erst nach 16 bis 24 Stunden weitergegeben, wird die Zecke rasche entfernt kann einer Borreliose-Infektion vorgebeugt werden.
Eine Zecken-Impfung schütz vor Zeckenbefall und -stichen Die Impfung schützt ausschließlich gegen den FSME-Virus. Gegen Bakterien/Erreger gibt es keinen Impfstoff und auch nicht gegen Zeckenbefall und -stich. Hier gilt es selbst vorzubeugen.
Lange Kleidung schützt Hiermit kann nur eine Vorbeugung/relativer Schutz geleistet werden. In Hinsicht auf die FMSE bietet lange Kleidung nur einen relativen, keinen absoluten Schutz.

 

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